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Die Sommerkonzerte des Lampertswalder Kammerchors in Dahlen und Oschatz

Tausche Chortuch und Krawatte gegen Sonnenhut und Wanderschuhe: Schon der Dresscode der "Ton-Art"-Mitglieder beim diesjährigen Sommerkonzert ließ erahnen, dass es etwas anders zugehen wird als sonst. Und auch der Ort des ersten Konzerts am Sonnabend war unüblich. Singt das Ensemble sonst meist in Kirchen, hatten sie dieses Mal gemeinsam mit dem Schloss-und Parkverein Dahlen in den Kaisersaal des Dahlener Schlosses geladen. Vorsitzender Karl Berger, der für diesen Abend in die Rolle eines Pilgers geschlüpft war und freilich auch die Sängerinnen und Sänger nebst Chorleiter Benjamin Zschau freuten sich sichtlich darüber, dass der Saal gut gefüllt war.

"Wohin soll denn die Reise gehn", lautete das Motto des Liederabends, der einen Tag später, am gestrigen Sonntag, noch einmal in der Oschatzer Klosterkirche zu erleben war. Beiden Abenden gleich war die Kombination aus Reiseberichten und dazu passenden Klängen und Gesängen der Mitwirkenden.

Egal, ob die Sehnsucht eines Pilgers nach der großen Liebe in der Heimat oder die Musik, welcher die Pariser in der Metro über Kopfhörer lauschen, um dem Lärm und Trubel der Großstadt zu entfliehen - all das passte perfekt zu diesem lauen Sommerabend und entfachte auch bei den Zuhörern Fernweh. Um andere Nationen kennenzulernen, braucht es eben nicht die Fußball-Weltmeisterschaft - das stellte "Ton-Art" an beiden Abenden eindrucksvoll unter Beweis.

Denkt man an Frankreich, fällt einem meist zuerst der Wein ein. Zwar gab es in der Konzertpause keinen französischen Tropfen, dafür eine Kostprobe des Dahlener Schlossweins - auch das war eine "Zutat", die den Sonnabend-Auftritt des Chores zu einem besonderen machte - an einem besonderen Ort.

Sind Koffer gepackt oder Ränzlein geschnürt - letzteres wird in einem hinlänglich bekannten deutschen Lied besungen, dass gleich zu Beginn des Konzerts dargeboten wird - geht es mit Ton-Art einmal beinahe um die ganze Welt. Das ist das Vertraute beim Sommerkonzert: Wie die vorherigen Gastspiele auch bietet es ein internationales Repertoire.

Kennen Sie eine Möglichkeit, in einer Stunde von Deutschland über Frankreich und die USA nach Südamerika, Japan, Nepal und Schweden zurück nach Deutschland zu kommen? Das schafft nur, wer mit den Männern und Frauen reist und ihren Stimmen und Instrumenten lauscht. Der Kammerchor aus Lampertswalde ist immer eine Reise wert.
Christian Kunze
Foto: Dirk Hunger

Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 23.06.2014

Die erste Hitzewelle ist überstanden, die Ferien sind in Sichtweite - dann ist es Zeit für die Sommerkonzerte des Lampertswalder Kammerchores Ton-Art. In diesem Jahr tritt das Ensemble unter Leitung von Benjamin Zschau am 21. Juni im Dahlener Schloss und am Tag darauf in der Oschatzer Klosterkirche auf.

Nach einem Liebes- und einem Abendliederprogramm in den vergangenen Jahren werden in diesem Sommer Lieder vom Wandern und Reisen vorgetragen. Die Zuhörer können sich dabei auf traditionelle und bekannte Stücke freuen, und doch - gerade weil es um das Reisen geht - wird auch jetzt wieder über den Tellerrand geschaut und an Liedern aus anderen Ländern gearbeitet. Das Programm "Wohin soll denn die Reise gehn?" soll unterhaltsam Lust auf den bevorstehenden Urlaub machen und zeigt dabei, dass selbst eher ungewohnte Lieder mitreißend vorgetragen werden können. Für ihre Proben haben sich die Hobbysänger den passenden Rahmen gewählt und während ihrer Chorfahrt kürzlich die Sächsische Schweiz angesteuert, wo an dem neuen Repertoire gefeilt wurde, bevor es zur Abwechslung auf Wanderschaft ging.

Die Konzerte des Kammerchores Ton-Art beginnen am 21. Juni, um 19 Uhr im Schloss Dahlen und am 22. Juni, um 18 Uhr in der Klosterkirche in Oschatz. Interessierte Musikfreunde sind dazu eingeladen.
Jana Brechlin

Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 11.06.2014