Bei der Diashow-Reihe „Rund um den Globus“, die der Treptitzer Thomas Barth seit einigen Jahren gemeinsam mit dem Riesaer Sven Perski organisiert, ist in diesem Jahr einiges anders. Barth ist alleiniger Veranstalter des vierteiligen Show-Zyklus. Und: Am 24. Februar wird es einen Cuba-Vortrag mit Live-Musik der Band „Guacachason“ geben. Und zu den Veranstaltungsorten Oschatz und Riesa sind zwei weitere in Belgern und Meißen hinzugekommen. Wer also einen Termin in Oschatz nicht wahrnehmen kann, der hat Ausweichmöglichkeiten.

Zum Auftakt lud Thomas Barth alle auf seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg durch Frankreich ein. Er wanderte im Jahr 2015 rund 1500 Kilometer durch Berge, Weinfelder und eine uralte Kulturlandschaft. Durch Elsass, Burgund, Zentralmassiv bis ins Baskenland am Fuß der Pyrenäen war er wochenlang unterwegs und fing mit seiner Kamera Bilder ein, die neben dem besonderen Reiz der jeweiligen Orte zugleich Barths Spürsinn für interessante liebevolle informative Details offenbaren. Imposant sind seine Landschafts- und Städteaufnahmen von der fünfwöchigen Tour, die Mut machen, selbst auf eine Entdeckerreise zu gehen. Seine Bilder von den französischen Weinanbaugebieten prägen sich ebenso ein wie die Fotos, die in Taize im Begegnungszentrum, in historischen Gemäuern und auch bei den Menschen daheim entstanden. Aufnahmen am Wegesrand wie alte Bäume, Blumen, Rebstöcke, Schmuckelemente an Häusern, Porträts von Menschen und ihrem Umfeld ergänzten die Show. Auch die Freuden und Sorgen eines Pilgers wie Blasen an den Füßen, durchnässte Kleidung, karge wie üppige Mahle, improvisierte Nachtlager, gemeinsames Pilgern mit Mitläufern durften nicht fehlen.

Umrahmt hatte Barth seinen Vortrag mit Musik, wovon besonders die bei einem französischen Kartoffelfest eingefangenen Klänge imponierten. Sein Vortrag könnte, besser sollte auch alle im Publikum motivieren, die sich schwer tun im Leben. Durch das Pilgern kann man neue Sichten auf sich, das Leben und alles drum herum erfahren. Sichten, die frei machen, befreien könnten von Ballast, wie es Barth auch auf seiner Reise nämlich von unnötigem Ballast in seinem Rucksack tat. Die Diashow machte aber auch neugierig auf Weiteres.

Die nächsten Vorträge: 3. Februar, 17 Uhr im E-Werk Oschatz „Schweden“ mit Jürgen Schütte, 24. Februar 17 Uhr im „O“ „Kuba – Insel im Aufbruch“ von Bruno Maul mit Live-Musik und 17. März um 17 Uhr im E-Werk „Der lange Ritt“ mit Sonja Endlweber.

Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 16.01.2018